Marathontraining Woche 6 – Dangast

Dienstag 16.08.2017 – Gewitter

Heute stehen wieder Intervalle auf dem Plan. Zweimal 5 km mit 1 km Trabpause dazwischen. Mit Ein- und Auslaufen sollen es 15 km werden.

Ich möchte zeitig Feierabend machen und wieder auf der Finnbahn laufen, aber ich werde von Kollegen aufgehalten und komme fast eine Stunde später als geplant raus.

Als ich im Bürgerpark bin, zieht sich der Himmel schon zu. Es droht ein Gewitter. Ich fange an zu laufen. Ich schaffe eine Runde Warmlaufen und ein Intervall von 5 km (3 Runden). Während ich die Trabrunde mache fängt das Gewitter plötzlich an. Am Anfang der Finnbahn steht eine Hütte unter der ich mich schützen könnte, aber ich befinde mich genau an dem anderen Ende der Finnbahn. Also muss ich noch ein paar Minuten unter dem Gewitter laufen, bis ich die Hütte erreiche. Ich habe etwas Angst vor Blitzen (ich habe neulich was darüber gelesen) und laufe im Rekordtempo von 4:10.

Als ich die Hütte erreiche bin ich schon plitschnass. Ich warte bis der Regen weniger wird und hole mir vom Fahrrad ein trockenes T-Shirt. Jetzt will ich nur noch unter die Dusche. Weiter laufen ist keine Option.

Ich habe nur 8,2 km von 15 geschafft. Wenn ich morgen nicht erkältet bin, kann ich versuchen 5 km länger zu laufen, damit ich auf die Wochenkilometer komme.

Hier der Link auf Strava.

Mittwoch 16.08.2017 – Länger und schneller als geplant

Heute soll ich laut Plan 10 km in 6:10er Pace laufen. Weil ich gestern abbrechen musste, werde ich heute versuchen länger und schneller zu laufen.

Ich laufe die übliche 15 km-Strecke im Park Links der Weser. Die ersten 6 km bis zum Park sind wegen der vielen Ampeln ein bisschen nervig. Allein dadurch, dass ich auf dem Straßenverkeher aufpassen muss, kann ich nicht so schnell laufen wie gewohnt.

Wenn ich den Park erreiche, läuft es wie immer viel besser und ich laufe die letzten 11 km mit einem ungefähren Pace von 5:10. So habe ich das schnelle Intervall von gestern nachgeholt und komme fast auf die gleiche Kilometerzahl.

Hier der Link auf Strava.

Freitag 18.08.2017 – Marathontempo mit Jens

Heute bin ich für meinen schnellen Lauf mit Jens verabredet. Laut Plan soll ich 17 km laufen, 14 davon in 5:40 (Marathontempo). Wir treffen uns bei mir und laufen erst in Richtung Europahafen, dann am Werdesee bis zum Weserwehr und zurück am Weserstadion vorbei.

Wir laufen etwas schneller, um die 5:30. Jens läuft normalerweise schneller als ich, aber er sagt das Tempo sei ok. Laufen zu zweit ist richtig gut. Wir reden die ganze Zeit und ich staune immer wieder, wenn die Uhr den nächsten gelaufene Kilometer meldet, gefühlt läuft alles sehr schnell.

Am Weserstadion klinkt sich Jens aus und läuft nach Hause. Ich habe noch 6 km bis nach Hause. Nach kurzer Zeit fängt es an stark zu regnen (Schauer).

Am Ende sind es 23 km geworden, komplett in Marathontempo. Ich bin wieder plitschnass und kaputt. Aber es war ein schöner Lauf.

Hier der Link auf Strava.

Sonntag 20.08.2017 – Dauerregen an der Nordsee

Heute steht der 6. lange Lauf auf dem Plan. Es ist genau die Hälfte des Marathontrainings. Jetzt fangen die richtig langen Läufe an.

Heute soll ich 27 km in 6:40er Pace laufen. Dafür fahren wir wieder an die Nordseeküste. Ich will 30km laufen. Mein Mann setzt mich im Varelerer Hafen ab. Von dort laufe ich über Dangast nach Wilhelmshaven und zurück.

Es regnet von Anfang an und wird nicht besser.

Ab Varel laufe ich vor dem Deich. Der Weg ist gut und einsam. Es sind weder Menschen noch Tiere da. Aber der Weg wird allmählich immer schlechter, bis man irgendwann wegen des Schlamms und der hohen Vegetation nicht mehr laufen kann. Es gibt auch keine Möglichkeit auf die anderen Seite des Deichs zu wechseln. Ich kann zwar auf die Deichkrone steigen aber danach ist ein Elektrozaun! Irgendwann kann ich nicht mehr und versuche über einen Tor zu klettern. Zum Glück ist es nicht elektrifiziert.

Ab dort laufe ich auf dem Betonweg hinter dem Deich, das ist viel besser.

In Dangast ist wie immer viel los. Vor dem Lauf habe ich die Virtual Pace Funktion meiner Uhr aktiviert. Die Uhr piept wenn man zu langsam oder zu schnell läuft. Durch die Schwierigkeiten auf dem Weg bin ich teilweise sehr langsam gewesen, so dass die Uhr ständig gepiept hat. Außerdem braucht die Funktion viel Strom. In Dangast habe ich die Funktion ausgeschaltet. Dafür musste ich den Lauf speichern und die Aufzeichnung neu anfangen.

3 km nach Dangast spüre ich einen leichten Schmerz an der Achillesehne links. Es könnte aber auch die Wunde sein, die in der letzten Tage leicht entzündet war. Ich laufe vorsichtig weiter.

Nach 4 km muss ich durch einen Deichabschnitt mit Schafen laufen. Ich habe ein wenig Angst, dass ein Schaf auf mich los rennen kann, aber sie sind sehr friedlich. Wenn man ihnen zu nah tritt, laufen sie weg. Der Weg läuft erst an einer militärischen Sicherheitszone vorbei und dann an einem Flugplatz. Beim Flugplatz drehe ich um und laufe zurück nach Dangast. Kurz vor Schluss kommt sogar die Sonne raus.

Am Ende bin ich 29,5 km gelaufen. Ich bin beim Flugplatz zu früh umgedreht. Das ist aber nicht so schlimm.

Hier der Link auf Strava (Teil 1 und Teil 2).


Diese Woche bin ich bei jedem Lauf nass geworden. Es hat wirlich viel geregnet. Trotzdem habe ich meine Kilometer geschafft, auch wenn ich den Plan etwas anpassen musste.

Die Hälfte der Marathonvorbereitung ist geschafft! Bis jetzt läuft es wirklich sehr gut. Es ist zwar nicht leicht, aber ich bin nicht zu kaputt vom Laufen. Am Sonntag habe ich auch meinen ersten 30 km-Lauf gehabt und sehr gut überstanden.

Es dauert nicht mehr lange bis zum Marathon. Langsam steigt die Anspannung.

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